Beiträge · Recruiting · 13. Oktober 2026

Mitarbeiter finden im Handwerk. Wo Gesellen heute wirklich sind.

Stellenportale erreichen nur, wer gerade sucht. Die meisten guten Leute suchen nicht. Was eine Anzeige bei Facebook und Instagram braucht, damit sich Gesellen melden: das Gehalt auf dem Bild, ein echtes Foto, eine Bewerbung in zwei Minuten.

Die Stelle steht seit Monaten offen

Die Anzeige läuft bei der Arbeitsagentur, auf zwei Portalen und auf der eigenen Website. Es melden sich wenige, und die, die sich melden, passen nicht. Das liegt selten an der Stelle. Es liegt daran, wen die Anzeige erreicht: Portale sehen nur Menschen, die gerade aktiv suchen. Der Geselle, den Sie wollen, hat einen Job. Er sucht nicht — aber er würde wechseln, wenn ihm jemand ein besseres Angebot zeigt.

Diesen Menschen erreichen Sie abends auf dem Sofa, wenn er durch Instagram oder Facebook scrollt. Eine Anzeige dort ist etwas anderes als ein Eintrag im Portal. Sie muss in einer Sekunde sagen, welche Stelle, wo, und was für ihn herausspringt. Danach muss die Bewerbung so einfach sein, dass er sie in der Werbepause erledigt.

Das Gehalt gehört auf das Bild

Die wirksamste Zeile einer Stellenanzeige ist das Gehalt. In Umfragen sagen neun von zehn Beschäftigten, dass sie sich eher bewerben, wenn es genannt ist. Wer es weglässt, wird als Betrieb gelesen, der weniger zahlt als die anderen — ob das stimmt oder nicht.

Nennen Sie es brutto, nie netto. Netto hängt von Steuerklasse und Kirchensteuer ab und wäre in einer Anzeige schlicht falsch. „Ab 3.200 € brutto im Monat“ oder „3.000 bis 3.600 € brutto“ ist eine klare Ansage. Wer mehr zahlt als der Tarif, sollte das groß schreiben; wer im Tarif liegt, nennt den Tarif. Beides ist besser als Schweigen.

Ein Foto aus dem eigenen Betrieb

Stockfotos erkennt jeder: der lächelnde Modellhandwerker mit sauberer Jacke vor weißer Wand. Ein Foto aus Ihrer Werkstatt, mit einem Gesicht, bei der Arbeit, wirkt stärker als jeder Text — weil es zeigt, wo der Bewerber morgen steht. Es darf unaufgeräumt sein. Es muss nach Ihrem Beruf aussehen.

Wenn kein Foto mit Gesicht da ist, machen Sie eines mit dem Telefon: ein Mitarbeiter bei der Arbeit, nicht in die Kamera schauend, Licht von vorn. Das reicht. Ein erzeugtes Bild ist die Notlösung, und es darf nie so tun, als sei es Ihr Team.

Bewerben in zwei Minuten, ohne Lebenslauf

Wer aus dem Feed kommt, hat keinen Lebenslauf auf dem Handy. Ein Formular mit zehn Feldern und Datei-Upload beendet den Kontakt. Name, Telefonnummer und eine Angabe zur Erfahrung genügen. Alles Weitere klären Sie im Gespräch — und das Gespräch ist ohnehin der Schritt, der zählt.

Noch einfacher ist das Formular direkt in Facebook oder Instagram: Name und Telefon sind dort schon ausgefüllt, der Bewerber bestätigt nur. Die Bewerbung kommt bei Ihnen per Mail an. Antworten Sie am selben Tag. Wer schnell eine Antwort bekommt, kommt auch zum Gespräch; wer eine Woche wartet, hat längst woanders unterschrieben.

Was eine Karriereseite braucht

Die Anzeige führt auf eine Seite, nicht auf die Startseite. Dort steht, was auch im Bild steht, und nicht mehr: Stelle, Orte, Gehalt, Arbeitszeit, Beginn. Drei Vorteile, die wirklich gelten — Dienstrad, feste Arbeitszeiten, keine Samstage. Die Aufgaben in Alltagsworten. Eine Ansprechperson mit Telefonnummer für die, die lieber anrufen.

Steht das in der richtigen Form auf der Seite, erscheint die Stelle auch in der Google-Jobsuche — ohne Portal, ohne Gebühr. Und „(m/w/d)“ gehört in den Titel; das verlangt das Gleichbehandlungsgesetz.

Was es kostet und wie lange es dauert

Anzeigen bei Facebook und Instagram laufen ab etwa 90 Euro im Monat, damit jede Variante wenigstens einen Euro am Tag hat. Ab 180 Euro lassen sich sechs Varianten gegeneinander testen: zwei weitere Fotos mit demselben Text, drei andere Aufhänger auf demselben Foto. Eine Runde braucht rund 150 Euro Budget und dauert vier bis fünf Wochen, bis jede Variante genug gesehen wurde.

Gemessen wird nicht die Klickrate, sondern die Bewerbung je Einblendung, sobald genug davon da sind. Die schwächeren Varianten werden ersetzt, die stärkste bleibt und bekommt in der nächsten Runde neue Herausforderer. Nach ein paar Runden wissen Sie, welches Foto und welcher Satz bei Ihnen Bewerbungen bringen — und das Budget geht nur noch dorthin.

Fehler, die Bewerber kosten

Kein Gehalt. Netto statt brutto. Ein Stockfoto. Eine Anzeige, die auf die Startseite führt, wo der Besucher die Stelle erst suchen muss. Ein Formular, das einen Lebenslauf verlangt. Eine Antwort nach einer Woche. Jeder dieser Punkte kostet messbar Bewerbungen, und alle lassen sich an einem Nachmittag abstellen.

Der größte Fehler ist, nach zwei Wochen aufzugeben, weil die erste Anzeige nicht zog. Die erste Anzeige ist ein Versuch. Erst der Vergleich mit anderen Fotos und Sätzen zeigt, was in Ihrem Betrieb funktioniert.

So läuft es bei selbstwerk.ai

Sie geben Stelle, Orte, Arbeitszeit, Gehalt und Vorteile ein — fünf Schritte, wenige Felder. Daraus entstehen die Karriereseite mit Kurzbewerbung und sechs Anzeigenvarianten in Ihren Farben, mit Ihren Fotos. Sie sehen alles, bevor Werbung läuft, und legen das Monatsbudget fest; mehr wird nie ausgegeben.

Danach läuft das Turnier von selbst. Bewerbungen kommen per Mail und stehen im Kundenbereich. Ist die Stelle besetzt, ein Klick, und die Anzeigen stoppen. Das Modul gehört zum Tarif Pro; das Werbebudget geht an Meta und wird mit dem Abo abgerechnet.

Wenn das auf Ihren Betrieb zutrifft.

Wir legen die Seite an. Danach ändern Sie mit einem Satz, was nicht stimmt.

Wer antwortet:
Sven Hoppe, selbstwerk.ai