Beiträge · Anfragen · 1. Oktober 2026
Website bringt keine Anfragen. Woran es meist liegt.
Wenn die Website keine Anrufe und keine Anfragen bringt, liegt es selten an zu wenig Farbe. Meist sieht der Besucher in den ersten Sekunden nicht, was der Betrieb tut und wie man ihn erreicht.
Die Seite ist erreichbar. Trotzdem klingelt es nicht.
Viele Inhaber sagen denselben Satz: Die Website ist online, bei Google taucht der Betrieb auf, und trotzdem kommt darüber kaum eine Anfrage. Der erste Verdacht ist oft zu wenig Besucher. Häufiger kommen Leute und gehen, bevor sie einen Grund zum Anrufen gesehen haben.
Eine Zahl der Aufrufe hilft dabei wenig. Wer aus der Suche kommt, hat die Frage schon gestellt: Heizungswartung in der Nähe, Hörtest diese Woche, Einbauschrank für eine Dachschräge. Die Seite muss diese Frage aufnehmen. Tut sie das nicht, ist der Besuch nach wenigen Sekunden vorbei, auch wenn der Betrieb genau das Richtige anbietet.
Die Überschrift nennt den Namen, nicht die Leistung
„Willkommen bei Müller GmbH“ oder „Meisterbetrieb seit 1986“ sagt nicht, ob Sie Dächer decken oder Küchen bauen. Der Ortsname fehlt oft ganz und steht erst im Impressum. Wer „Dachdecker Unna“ gesucht hat, muss beides im ersten Satz wiederfinden.
Das gilt genauso für eine Praxis oder eine Beratung. „Ganzheitlich für Sie da“ ist kein Angebot. Der Besucher will wissen, ob hier Physiotherapie mit Termin diese Woche möglich ist, oder eine Steuerberatung für einen kleinen Betrieb.
Der nächste Schritt steht zu weit unten
Auf dem Handy ist eine Telefonnummer im Fuß der Seite drei Wischgesten entfernt. Wer zwei Betriebe vergleicht, ruft den an, bei dem die Nummer sofort tippbar ist. Eine Nummer als Bild zählt nicht: sie lässt sich nicht antippen.
Manche wollen nicht anrufen, weil sie auf der Baustelle sind oder in der Sprechstunde. Dann braucht es einen zweiten Weg: eine kurze Nachricht oder ein Termin. Fehlt der, endet der Besuch, obwohl das Angebot gepasst hätte. Manche wollen nur die Adresse und die Öffnungszeit. Auch die gehören nach oben, nicht hinter drei Textblöcke.
Die Seite verspricht etwas anderes als die Suche
Eine allgemeine Startseite mit drei austauschbaren Sätzen über Qualität und Vertrauen hält niemanden, der ein konkretes Problem hat. Stockfotos einer fremden Küche oder eines fremden Behandlungsraums erkennt man. Sie ersetzen keinen Blick in die eigene Werkstatt oder die eigenen Räume.
Alte Nachrichten tun dasselbe. Eine Aktion von vor drei Jahren oder ein längst abgeschlossenes Projekt als Erstes kostet Vertrauen, bevor die Leistung gelesen wird. Der Besucher schließt daraus, dass sich hier niemand mehr kümmert.
Was Sie nicht als Erstes kaufen sollten
Mehr Anzeigen auf dieselbe Seite verstärken das Problem. Wer kommt und in zehn Sekunden nicht weiß, wen er anruft, kommt durch eine Anzeige nicht plötzlich weiter. Ein neues Logo oder eine andere Schriftfarbe ändert die Frage nicht, die der Besucher mitgebracht hat.
Prüfen Sie die Seite auf dem Telefon, nicht am breiten Schreibtisch. Stehen Leistung, Ort und ein Weg zur Kontaktaufnahme im ersten Blick? Wenn zwei davon fehlen, verliert die Seite den Vergleich mit dem nächsten Betrieb in der Suche.
Wenn Sie das nicht selbst umbauen wollen, entsteht die erste Fassung aus einem Gespräch. Danach reicht ein Satz, wenn etwas anders werden soll.